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OPC - 65% mehr sind nicht drin

OPC - 65% mehr sind nicht drin

28. April 2016 | Immunsystem

Verbraucher sollten genau hinschauen, wenn sie sich für ein OPC-Produkt entscheiden. Das aus Traubenkernextrakt gewonnene OPC ist das wohl stärkste bekannte Antioxidans. Neben den antioxidativen werden den OPC aber auch entzündungshemmende, blutverdünnende und damit duchblutungsfördernde Eigenschaften nachgesagt.

Einschlägige Produktangebote insbesondere aus dem Ausland suggerieren regelmäßig, dass 95% des Kapselinhalts aus reinen OPC bestehen. Das stimmt so natürlich nicht.

Das „Geheimnis“ hinter diesen vollmundigen Behauptungen: Man definiert einfach den Polyphenolgehalt von 95% in den Kapseln als OPC – in etwa so: Polyphenole 95% (OPC). Damit wird dann ein sogenannter 95%iger Extrakt mit 95% OPC-Anteil gleichgestellt.

Der Polyphenolgehalt hat aber absolut nichts mit dem OPC-Gehalt zu tun. Selbst bei einem Polyphenolgehalt von 95% kann der OPC-Anteil unter 1% liegen. Diese „kleinen Missverständnisse“ nehmen gerade Anbieter aus dem Ausland, die vorwiegend via Internet anbieten, regelmäßig billigend in Kauf.

Um das Ganze besser zu verstehen lohnt ein kleiner Ausflug in die Zusammenhänge:

Polyphenole werden zumeist aus Traubenkernextrakt gewonnen. Teil der Polyphenole sind dann die Proanthocyanidine (PAC). Diese wiederum unterteilen sich in monumere, oligomere und polymere PAC. Nur die oligomeren PAC sind dann auch wirklich OPC (Olygomere ProanthoCyanidine).

Der Gehalt an OPC kann in den verschiedenen verwendeten Extrakten sehr unterschiedlich sein, und hängt zunächst einmal von der Qualität der verwendeten Weintraubenkerne ab. Man sagt, dass hier Traubenkerne aus französischen Anbaugebieten den höchsten OPC-Gehalt haben. Klar belegt ist das allerdings nicht.

Die maximale Menge an OPC, die unter natürlichen Bedingungen extrahiert werden können sind 65%. Mehr ist bei zertifizierten Extrakten seriöser Hersteller selbst bei Verwendung von sehr hochwertigem Traubenkernextrakt einfach nicht drin. Wichtig auch: Bei einem Naturprodukt wie OPC sollte das Auszugsverfahren immer unter natürlichen Bedingungen erfolgen. Chemische Verfahren sind bei solchen Produkten abzulehnen. Fazit: OPC - 65% mehr sind nicht drin.

Gleichwohl suggerieren viele Produkte einen OPC-Anteil von 95% oder mehr. Der Trick dabei: Hier werden einfach die verschiedenen PAC, also monumere, oligomere und polymere addiert und gemeinsam als OPC bezeichnet. Klar, dass dann der wirkliche OPC-Gehalt deutlich geringer ist als angegeben.

Vorsicht ist auch bei sogenannten „OPC-haltigen“ Produkten oder „reich an OPC“ geboten. Hier ist der Anteil an OPC zumeist minimal (unter 5%).

Qualitativ gute und OPC-reiche Produkte kann es zu Billigpreisen streng genommen gar nicht geben. Dafür ist der Rohstoff Traubenkernpolyphenolpulver aus ausgesuchten OPC-reichen Traubenkernen einfach zu teuer. Ebenso die unter natürlichen Bedingungen praktizierten Herstellungsverfahren. Allein für die Herstellung von 100 g OPC werden mehr als 1.000 kg Trauben benötigt.

Gesundes Misstrauen ist hier angebracht. Eine gute Orientierung bieten Produkte mit bis zu 65% OPC-Anteil, besser noch mit Angaben über die Menge des verwendeten Traubenkernextraktes ggf. auch der PAC.

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